Praktika von A bis Z

Merkblatt für Praktikanten

Sie sind in Deutschland, um
- Ihr landwirtschaftliches Fachwissen zu erweitern
- Ihre deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern
- Ihre beruflichen Chancen zu verbessern
- interkulturelle Erfahrungen zu erwerben
- Land und Leute kennenzulernen.

Auf den folgenden Seiten geben wir Ihnen einige wichtige Informationen zum Praktikum. Falls einige Ihrer Fragen unbeantwortet bleiben, rufen Sie bitte Ihren Betreuer an.

Arbeitskleidung   Es wäre gut, wenn Sie Arbeitskleidung zum Praktikum mitbringen. So können Sie bestimmen, welche Kleidung Ihnen gefällt und zu Ihnen passt. Gemäß Praktikantenvertrag muss Ihnen der Betrieb Arbeitskleidung zur Verfügung stellen. Es kann sein, dass die Kleidung bereits von früheren Mitarbeitern getragen wurde und daher nicht mehr neu ist. Es kommt öfter vor, dass Sie in schmutziger oder nasskalter Umgebung arbeiten und Sie dazu die entsprechende Kleidung benötigen. Bei manchen Arbeiten werden Schutzschuhe oder Gummistiefel benötigt.

Arbeitsqualität und Arbeitsgeschwindigkeit   In der westlichen Arbeitswelt stehen Geschwindigkeit und Qualität an oberster Stelle. Achten Sie also darauf, dass Sie eine Aufgabe schnell und mit guter Qualität erledigen. Vergleichen Sie sich mit anderen (guten) Mitarbeitern und nehmen Sie diese für sich als Vorbild. Je besser und effektiver Sie Ihre Aufgaben erledigen, desto mehr wird Ihr Chef oder werden Ihre Kollegen Sie achten.

Aussehen   Ein landwirtschaftliches Praktikum ist kein Schönheitswettbewerb. Es wird von Ihnen erwartet, dass Sie für Ihre Arbeit zweckmäßig gekleidet sind. Schminke, Lippenstift, lange Fingernägel oder Sonntagskleidung sind für das Praktikum überflüssig.

Berichtsheft   Schreiben Sie regelmäßig Ihr Berichtsheft. Es enthält eine Anleitung, wie Sie es zu bearbeiten haben. Das Berichtsheft gibt Ihnen eine zusätzliche Möglichkeit, mit dem Chef über den Betrieb und den Sinn der zu leistenden Arbeiten zu sprechen. Später ist es für Sie ein interessantes Nachschlagewerk zu Ihrem Praktikum. Die Version in Ihrer Muttersprache sollte von Ihrer Hochschule gelesen werden, um Ihr Praktikum zu bewerten. Wir von LOGO prüfen Ihre Berichtsheft zwei Mal. Im Zeugnis muss es von uns mindestens die Note „noch ausreichend“ erhalten, damit wir Ihnen einen Reisezuschuss zahlen.

Betriebswechsel   Wenn Sie unverschuldet Probleme im Betrieb haben, ist ein Betriebswechsel möglich. Der Betreuer und LOGO Mitarbeiter werden die Ursachen der Probleme untersuchen. Wenn Sie allgemein desinteressiert sind, kein Deutsch sprechen oder eine Straftat begehen, könnten Sie vorzeitig zurück geschickt werden. Wenn LOGO einem Betriebswechsel zustimmt, werden die Fahrtkosten einmalig zu 50 % vom Verein übernommen (vgl. Fahrtkosten).

Emanzipation   Nach dem Grundgesetz sind Frauen den Männern gleichgestellt. Dies zeigt sich auch im Selbstbewusstsein der Frauen. 10 % der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland werden von Bäuerinnen geführt, in Österreich sind es sogar 40 %. Als Praktikant müssen Sie den Frauen den gleichen Respekt entgegenbringen, wie Sie ihn auch bei Männern zeigen. Übrigens begrüßt und verabschiedet man in Deutschland Frauen und Männer gleichermaßen mit einem Händedruck.

Dreimonatsregelung   Aufgrund des Mindestlohngesetzes sind Praktika für eine Dauer von bis zu drei Monaten von der Mindestlohnpflicht befreit. Sie können jedoch nach jeweils drei Monaten den Betrieb wechseln. So sind für Sie sechs, neun oder zwölfmonatige Praktika möglich. Dabei lernen Sie verschiedene Betriebe und Strukturen kennen und erwerben noch mehr Erfahrungen.

Energie und Umwelt   In Deutschland wird sehr auf einen effizienten Umgang mit Energie geachtet. Sinnlos laufende Traktormotoren verbrauchen teuren Diesel und verschmutzen die Umwelt. Wenn Sie einen Traktor länger als zwei oder drei Minuten nicht brauchen, stellen Sie ihn ab. Warmes Wasser und das Beheizen von Räumen sind in Deutschland relativ teuer. Wenn Sie in der kalten Jahreszeit Ihr Zimmer für längere Zeit verlassen, sollten Sie die Temperatur mit dem Thermostaten am Heizkörper bedarfsgerecht anpassen.

Essen   Die Ernährungsgewohnheiten zwischen den Kulturen unterscheiden sich teilweise erheblich. In Deutschland isst man meistens zum Frühstück belegte Brote bzw. Brötchen oder Müsli. Zu Mittag wird warm gegessen. Am Abend gibt es meistens belegte Brote.

Das Benehmen bei Tisch spielt in vielen Familien eine wichtige Rolle. Seien Sie aufmerksam und taktvoll. Aus Gründen der Höflichkeit sollten Sie Ihren Teller nicht zu sehr füllen. Es ist besser, wenn Sie mehrere kleine Portionen nehmen, bis Sie satt sind. Bei belegten Broten / Brötchen sollte der Belag mit Käse, Wurst, Marmelade etc. maßvoll gewählt werden. Es sei noch einmal betont, Sie dürfen und sollen so viel essen, bis Sie satt sind. Achten Sie aber auf ein gutes Benehmen!

Fahrtkosten   Bei der Ankunft in Deutschland bezahlt LOGO Ihnen die Fahrtkosten vom Flughafen / Einführungsseminar zum Betrieb. Bei den Seminaren zahlt LOGO für die Fahrten vom Betrieb zum Seminarort und zurück. Sollten Sie nach Seminarende nicht am gleichen Tag zum Betrieb zurückkehren, sondern mit anderen Praktikanten z.B. eine Stadt besuchen, tragen Sie die Fahrtkosten zum Betrieb selbst. Meistens wird LOGO für Sie die Fahrkarten besorgen. Wenn Sie selber Fahrkarten kaufen müssen, erstattet LOGO Ihnen nur die Kosten für die günstigsten Verbindungen. Bei einem ersten Betriebswechsel trägt LOGO 50 % der Fahrtkosten.

Fernsehen   Es gibt etwa 36 deutsche Fernsehprogramme. Leider ist das Niveau der Filme und der Berichterstattung ziemlich durchwachsen. Die meisten Praktikanten haben die Möglichkeit, bei der Gastfamilie fernzusehen. Fernsehen ist jedoch nur begrenzt geeignet, um die Sprachkenntnisse zu verbessern.

Fragen   Sie sind Praktikant, um im Betrieb zu lernen. Wir von LOGO und oft auch die Gastfamilie erwarten, dass Sie viele Fragen zum betrieblichen Geschehen stellen. Das landwirtschaftliche Wörterbuch hilft Ihnen bei den Fachvokabeln. Je mehr sie fragen und diskutieren, desto schneller können Sie Ihren Wortschatz erweitern und Ihre Sprachkenntnisse verbessern. Gute persönliche Beziehungen sind eine Grundlage für ein erfolgreiches Praktikum. Gerne hilft Ihnen auch Ihr Betreuer bei Fragen weiter.

Freizeit   Generell stehen Ihnen pro Woche zwei freie Tage zu. Allerdings gibt es in landwirt-schaftlichen Betrieben Arbeiten, die jeden Tag notwendig sind, wie z.B. Füttern, Abmisten und Melken. Zur Kompensation von Überstunden können Sie mit Ihrem Betrieb arbeitsfreie Tage vereinbaren. Während der Erntezeiten oder bei Arbeitsspitzen sollten Sie Ihre freien Tage in eine arbeitsärmere Zeit verschieben.           
Kühe müssen jeden Tag mindestens zwei Mal gemolken werden. In einem Milchviehbetrieb sollten Sie mindestens alle zwei Wochen zwei freie Tage bekommen. Dabei sind die Regelungen zu Überstunden oder zum Freizeitausgleich zu beachten.

Gäste   Die Gastfreundschaft ist in der westlichen Welt leider nicht so stark ausgeprägt wie in der ehemaligen UdSSR. Wenn Sie Gäste zu sich in den Betrieb einladen, sollten Sie vorher Ihren Chef um Erlaubnis bitten. Sollten Ihre Gäste übernachten und Verpflegung benötigen, müssen Sie dies frühzeitig mit Ihrer Gastfamilie besprechen.

Heimweh   In den ersten Wochen leiden Praktikanten manchmal an Heimweh. Ursachen sind unter anderem die begrenzte Kommunikation und das Fehlen von Freunden und Bekannten. Wenn Sie andere Praktikanten kennenlernen und sich mit Ihrer Gastfamilie anfreunden, werden Sie sich wohlfühlen und das Heimweh vergessen.

Hygiene   Während des Praktikums sollten Sie auch auf Ihre Sauberkeit achten. Es ist normal, dass Sie nach der Arbeit duschen. Bitte beachten Sie jedoch, dass Wasser und Heizenergie in Deutschland teuer ist. Daher sollten Sie mit dem Wasser sparsam umgehen, um Kosten zu sparen. Sanitäre Anlagen sollten stets sauber gehalten werden. Sie sollten sich nicht scheuen, einen Waschraum oder eine Toilette nach Benutzung zu reinigen.

Kaution    In den ersten beiden Monaten ihres Praktikums behalten die Betriebe von Ihrem Lohn je 100 € als Kaution ein. Damit soll erreicht werden, dass Sie das Praktikum über die vertragliche Dauer von sechs Monaten absolvieren. Wenn Sie das Praktikum abbrechen, verbleiben 50 % der Kaution beim Betrieb und 50 % bei LOGO. Sie erhalten die Kaution ausgezahlt, wenn Sie das Praktikum planmäßig beendeten oder nachgewiesen besondere Gründe eine vorzeitige Rückreise erzwingen.

Mitdenken   Für die Landwirte ist es sehr wichtig, dass Sie sich für die Arbeitsprozesse interessieren und vorausschauend denken. Wenn Sie gute Leistungen zeigen, können Ihnen anspruchsvollere und interessantere Aufgaben übertragen werden. Wenn Sie sich desinteressiert zeigen, werden Sie wahrscheinlich nur einfache und monotone Arbeiten erhalten, die keinen besonderen Verstand erfordern. Ihr Chef schätzt Praktikanten, die nachfragen und mitdenken. So kann er auch mehr Verständnis für Ihre anfänglichen Schwierigkeiten entwickeln. Je aktiver Sie sind, desto schneller werden Sie lernen. Sollten Sie nach Ihrer Ausbildung später ein Unternehmen leiten, müssen Sie Betriebsabläufe planen und bewerten können.

Müll   Umweltschutz und Ressourcenschonung spielen in Deutschland eine wichtige Rolle. Daher wird der Müll getrennt, um ihn einer Wiederverwendung zuzuführen. Bitte trennen Sie Ihren Müll nach folgenden Kategorien: Papier, Glas, organisches Material, „Grüner Punkt“ und Restmüll.

Pflichtpraktika   Das Mindestlohngesetz erlaubt Praktika ohne Mindestlohnpflicht mit einer längeren Dauer, wenn Ihre Hochschule uns und der ZAV Pflichtpraktika für den entsprechenden Zeitraum nachweist. Der Nachweis erfolgt mit einem von der ZAV vorgeschriebenen Formular.

Praktikum   Als Praktikant lernen Sie die deutsche Landwirtschaft und den ökologischen Landbau kennen. Bei der Verknüpfung von Theorie und Praxis prägen sich Lernprozesse besonders tief ein. Sollten Sie später als Führungskraft (Manager) arbeiten, können Sie Arbeitsabläufe und die damit verbundenen Anstrengungen besser verstehen und bewerten. Sie gewinnen damit an Führungsqualitäten.

Problemlösungen   Ihr Betreuer ist für Sie da und wird Sie zum Praktikum befragen. Dabei können Sie über alles offen sprechen. Wenn Sie es wünschen, werden Ihre Informationen vertraulich behandelt. Sollte es Probleme geben, helfen die LOGO Betreuer gerne.    
Eine ähnliche Befragung führt Ihr Betreuer auch bei den Landwirten durch. Ziel der Befragungen ist es, Probleme zu identifizieren und bei Konflikten zu helfen. Je eher Sie einen Konflikt mit Hilfe der Betreuer lösen, desto besser ist das für Sie und für Ihren Chef. Manche Probleme entstehen durch mangelnde Kommunikation und Missverständnissen und lassen sich leicht lösen.

Reisezuschuss   Wenn Sie Ihr Praktikum nach vollen sechs Monaten erfolgreich beenden, erhalten Sie einen Reisezuschuss. Die Höhe ist nach Hochschulen gestaffelt und in einer Liste festgelegt. Er wird nur gewährt, wenn Sie nicht straffällig geworden sind, Ihr Berichtsheft mit mindestens „noch ausreichend“ wurde und Sie nicht negativ aufgefallen sind. Wenn Sie das Praktikum vorzeitig beenden, reduziert sich der Zuschuss pro Woche frühere Abreise um 25 %. Bei einem nur fünfmonatigen Praktikum gibt es keinen Reisezuschuss.
Sollten Sie Ihr Praktikum nach vollen zwölf Monaten erfolgreich beenden, erhöht sich der Reisezuschuss dagegen um 50 %.

Schlaf   Wahrscheinlich wird niemand kontrollieren, wann Sie als erwachsener Mensch ins Bett gehen. Dennoch hat Ihr Chef/Ihre Chefin ein Recht darauf, dass Sie am Morgen ausgeschlafen sind. Ein müder Mensch arbeitet schlecht und unkonzentriert, macht leichter Fehler und Unfälle und lernt weniger.

Seminare   Für viele Praktikanten sind die Seminare ein Höhepunkt ihres Praktikums. Beim Seminar treffen Sie auf andere Praktikanten und verleben mit ihnen viele schöne Stunden. Andererseits lernen Sie bei einem Seminar im Sommer die Grundlagen des ökologischen Landbaus und der erneuerbaren Energien kennen. Im Winter dagegen finden Seminare zur beruflichen Bildung statt. Beim Seminar wird von Ihnen eine ernsthafte Mitarbeit erwartet, die als mündliche Leistung benotet wird. Am letzten Tag des Seminars zeigen Sie in einem schriftlichen Test, wie viel Sie von den Vorträgen und Exkursionen verstanden haben.

Sicherheit   In Deutschland .wird großer Wert auf Sicherheit gelegt, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden. Bei jeder neuen Arbeit sollte Ihre Chefin/Ihr Chef nicht nur die Arbeit an sich, sondern auch die Gefahren und deren Vermeidung erklären. Falls das vergessen wird, fragen Sie bitte nach. Sicherheit bei der Arbeit besteht oft aus vielen Kleinigkeiten. Dazu drei Beispiele:

  • Die Gabel zum Rinderfüttern stellt man an die Wand und legt sie nicht ins Gras.
  • Beim Arbeiten mit dem Winkelschleifer ist auf Schutzbrille und Funkenflug zu achten.
  • Leitern müssen besonders gesichert werden, damit sie nicht verrutschen oder umfallen.

Sprache  Die ersten Wochen in Deutschland sind für Sie nicht leicht. Sie wenden zum ersten Mal täglich Ihre deutschen Sprachkenntnisse an. Je mehr Sie kommunizieren, desto besser werden Sie die Sprache erlernen. Es ist nicht schlimm, wenn Sie dabei Fehler in der Grammatik machen oder die richtigen Wörter nicht sofort finden. Je mehr Sie sich bemühen, desto mehr Sympathien erhalten Sie. Wenn Sie etwas nicht verstanden haben, so fragen Sie nach. Bitten Sie Ihren Chef, für Sie unverständliche Wörter oder Sätze aufzuschreiben. Sie können später im Wörterbuch die Bedeutung erfahren.

Telefon   Fast alle Praktikanten haben Mobiltelefone. Mit den passenden SIM Karten können preisgünstige Gespräche in Deutschland und ins Ausland geführt werden. Falls Sie noch keine SIM Karte haben, sprechen Sie bitte mit Ihrem Betreuer.      

Sollten Sie noch kein Mobiltelefon oder eine passende SIM Karte besitzen, können Sie für Notfälle das Telefon Ihres Betriebes benutzen.

Wenn Sie in Deutschland telefonieren, nennen Sie am Anfang deutlich Ihren Namen. Anonyme Anrufe gelten als unhöflich und unkultiviert.

Technik   Es könnte sein, dass Sie mit einem Traktor oder anderer Technik arbeiten sollen. Bedenken Sie, dass Sie bei der Bedienung dieser Technik Verantwortung tragen. Sie sollten vorsichtig arbeiten, um Unfälle und Schäden zu vermeiden. Wenn Sie bei der Arbeit unsicher sind, sollten Sie mit Ihrem Ausbilder darüber sprechen. Sie sollen lernen, die Technik sicher zu bedienen.

Überstunden Gemäß Praktikantenvertrag beträgt die wöchentliche Arbeitszeit 40 Stunden. In den meisten Betrieben wird jedoch länger gearbeitet. Dies hängt von der Art der Wirtschaft und von der Saison (Erntezeit) ab. Wenn Sie effektiv (schnell und gut) arbeiten, sollten Sie für Ihre Überstunden eine finanzielle Kompensation oder einen Freizeitausgleich erhalten. Um Konflikte zu vermeiden, notieren Sie bitte Ihre Arbeitszeiten und lassen sich diese von Ihrem Chef wöchentlich per Unterschrift bestätigen. Sollten Sie das Gefühl haben, dass Sie als „billige“ Arbeitskraft ausgenutzt werden, rufen Sie bitte Ihren Betreuer an.

Urlaub   Gemäß Vertrag stehen Ihnen neben dem einwöchigen Seminar sieben Arbeitstage bezahlten Urlaub zu. Damit ist gemeint, dass der Betrieb Ihnen auch für diese Zeit weiterhin die monatliche Vergütung zahlt. Der Urlaubstermin sollte möglichst früh mit dem Betriebsleiter vereinbart werden.

Vergütung   In den ersten zwei Wochen sollten Sie noch nicht über Überstunden und deren Bezahlung verhandeln, da dies als Unhöflichkeit bewertet wird. Zeigen Sie erst einmal, wie gut und effektiv Sie die aufgetragenen Aufgaben erledigen. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie die Aufgaben gut erfüllen und deutlich mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten, können Sie mit Ihrem Chef über die Kompensation von Überstunden sprechen (siehe Überstunden). Die monatliche Mindestvergütung beträgt 240 €. Das Geld können Sie für Ausgaben verwenden, zu denen Ihr Betrieb nicht verpflichtet ist. Dazu gehören z.B. Ausgaben für Freizeit (Schwimmen, Kino, Reisen) oder für Konsum. Wir empfehlen Ihnen, Rücklagen zu bilden. Sie können damit Ihre Rückreise finanzieren und Geld in Ihre Heimat mitnehmen.

Versicherung Der Praktikantenvertrag enthält Informationen zur Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung. Darüber hinaus haben Sie Versicherungsunterlagen vom Büro Dr. Walter GmbH erhalten. Falls Sie zum Arzt oder Zahnarzt müssen, sollten Sie die Versicherungsunterlagen mitnehmen. Die Arztrechnung schicken Sie bitte mit dem ausgefüllten Formular „Erstattungsvorblatt“ direkt an das Büro Dr. Walter. Ihr Chef sollte Ihnen beim Ausfüllen dieses Formulars helfen. Von der Krankenversicherung sind Behandlungen von Krankheiten und Beschwerden, die bereits vor dem Praktikum behandelt wurden, Untersuchungen und Behandlungen wegen Schwangerschaft, Zahnersatz, einschließlich Kronen, Inlays, Onlays und Kieferorthopädie ausgeschlossen. Die Unfallversicherung der Walter GmbH gilt nur für Unfälle außerhalb der Arbeitszeit.

Vertrag   Zum Beginn des Praktikums erhalten Sie einen Praktikantenvertrag. Der Vertrag sollte von allen drei Parteien (Sie, Betriebsleiter, LOGO e.V.) unterschrieben. Jede Partei erhält eine Ausfertigung. Im Vertrag sind die wichtigsten Rechte und Pflichten geregelt. Die russische Version ist eine Übersetzung der deutschen Vorlage.

Visum   Die Visa sind meistens zunächst nur für drei Monate gültig. Achten Sie darauf, dass Ihr Visum rechtzeitig von den Ausländerbehörden verlängert wird. Die Kosten für die Verlängerung trägt Ihr Betriebsleiter. Wenn Ihr Visum (Aufenthaltstitel) ungültig geworden ist, müssen Sie mit Unannehmlichkeiten und einer Ausreise rechnen.

Wäsche   Ihre schmutzigen Sachen werden in der Regel kostenlos in der Waschmaschine mit der anderen Wäsche Ihrer Gastfamilie gewaschen.

Zimmer   In der Regel haben Sie bei Ihrer Gastfamilie ein eigenes Zimmer. Bitte achten Sie auf Sauberkeit und halten Sie ihr Zimmer ordentlich.

Zeugnis   Am Ende des Praktikums erhalten Sie zwei Zeugnisse. Das Zeugnis von LOGO e.V. hat Noten zu Ihren mündlichen und schriftlichen Leistungen im Seminar, zu Ihrem Berichtsheft und zu Ihrem Interesse und Engagement im Betrieb. Auch der Betrieb stellt Ihnen ein Zeugnis aus, in dem Ihre Leistungen bewertet werden.

 

Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches Praktikum und hoffen, dass Sie in Deutschland viele positive Erfahrungen machen.